Mittwoch, 26. März 2014

Wenn das Down-Syndrom zu Hause eintrifft.



 Es hat doch eine Weile gedauert, doch leider aus Zeitmangel konnte ich nicht schneller übersetzen. Dies ist die Übersetzung des Originalartikels erschienen in der Onlineausgabe der spanischen ABC Tageszeitung am 19.01.2014: Cuando el síndorme de Down llega a casa.



Als Maria ihr erstes Kind im Krankenhaus auf die Welt brachte, wurde es ihr mit einem Lächeln und einem "Herzlichen Glückwunsch für dieses schöne Baby!" in die Arme gelegt. Sie wurde nach der Regelzeit entlassen, und ging mit dem Baby nach Hause, um die harte Aufgabe Mutter zu sein zu lernen. Bei der zweiten Geburt gab es keine Glückwünsche , kein Lächeln, keine Kommentare. Nicht einmal waren ein paar Stunden vergangen, schon war eine ganze Armee von Ärzten, Spezialisten, Sozialarbeiter bei ihr im Zimmer gewesen, und bevor sie nach Hause gehen konnte, hatte sie unter dem Arm die Zehn Gebote, wie sie ihren zweiten Sohn behandeln und erziehen sollte, gar was aus ihm werden könne. Ihr mütterlicher Instinkt, ihre Illusionen, wurden komplett annuliert.... und dies warum? Aus dem einfachen Grund, dass er mit einem zusätzlichen Chromosom geboren wurde. "Ja, er wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Aber heute, nach fünf Jahren wissen wir, dass es nur das bedeutet, dass unser Sohn einen Chromosom mehr hat. Mehr nicht", sagt Maria in ruhigem Ton.

Mit dieser Prämisse hatten sie als Eltern zwei Ausgänge, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind, und die Zähne zusammen zu beissen, oder für jemanden, der so wichtig für uns ist zu kämpfen und sehen, was wir tun könnten, um das Stigma zu brechen und die Situation zu ändern. Eine Besonderheit der Menschen ist es, dass sie in der Lage sind Dinge zu ändern und die höchsten Barrieren zu überspringen. Heute glauben wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind„, erklärt die Gründerin von Alanko.

Sie beschlossen verschiedene Meinungen über das Down-Syndrom einzuholen und das Erste, was sie feststellen konnten war, dass es diverse Menschen mit diesem Syndrom gab, die in der Lage waren sehr viele Dinge zu tun. "Entweder hat man einen Chromosom mehr oder nicht. Mehr ist es nicht, es gibt auch keine Grade und somit keine Etiketten mehr", sagt Maria mit einer gewissen Eindringlichkeit . Was, wenn wir unseren zweiten Sohn genauso erziehen, wie den älteren? fragten sich Maria und ihr Mann. "Fünf Jahre später können wir sagen, dass unser Sohn Dinge machen kann, wie jedes andere Kind auch. Und machen kann, was er sich vornimmt, wenn er es nur versucht. Er weiss, dass er uns hat, um ihm weiterhin zu helfen, zu wachsen und sich persönlich als Kind und Person weiter zu entwickeln."

Aus diesem Grund will diese Familie vermitteln, dass Dinge nicht so sein müssen wie üblich, sondern Situationen veränderbar sind und man sein Leben gestalten kann, wie man es sich vorstellt und nicht so sein muss, wie es andere sagen." Ist es nicht einen Versuch wert? Es ist klar, dass dieser Weg nicht einfach ist und in der Tat, als ich in der Firma meine Situation schilderte, merkte ich schnell, dass meine Arbeit mit der Betreuung und Erziehung meiner Kinder nicht kompatibel war. Schliessslich musste ich aufhören zu arbeiten, da ich mein Berufsleben mit meinem Privatleben nicht miteinander vereinbaren konnte, so die Firma." erzählt Maria. "Vielleicht, weil ich eine hartnäckige Sevillanerin bin und vor allem nach meiner Geschichte habe ich beschlossen, nicht nur meinem Sohn alle Möglichkeiten zu geben, wie ich könnte, sondern auch unsere gesammelten Erfahrungen und alles, was wir mit unserem Sohn lernen mit anderen Eltern zu teilen, die eine ähnliche Situation erleben", fügt sie hinzu.

Die Idee von Alanko

Mit diesem Ansatz, trotz der Krise und mit hartem Gegenwind, wurde Alanko ins Leben gerufen, ein Projekt, welches die Erfahrungen und Erlebnisse in der Erziehung eines Kindes mit Down-Syndrom und dem Familienleben allgemein zusammenfasst, sammelt und helfen soll zu orientieren.

Das erste Hilfsmittel, welches sie umgesetzt haben, war der Organizador Familiar, eine Art Familienkalender. Teil des Erlöses geht als Spende an eine gemeinnützige Organisation, in diesem Jahr geht die Spende an die Elternvereinigung von Kindern mit Autismus aus Valencia ASPAU, die eine grossartige Arbeit in Sachen Aufklärung und Durchsetzung von Inklusion in Spanien durchführen und „jetzt mehr denn je viele Familien in unserem Land unterstützen." erklärt Maria.

Rest des Erlöses investieren sie in ihr soziales Projekt, nicht nur um zu zeigen, dass man in Krisenzeiten auch etwas auf die Beine bringen kann, sondern auch zu zeigen, dass "das Down-Syndrom haben eben nur bedeutet, einen Chromosom mehr zu haben, und ich sage dies nicht, weil mein Kind schon mit 5 Jahre in der Lage war, allein Fahrrad zu fahren, gelb-weißen Gürtel im Karate hat, Lesen und Schreiben lernt, wie jedes Kind in seinem Alter, in eine Regelschule geht und zweisprachig (spanisch-deutsch) aufwächst , sondern weil, wenn wir nichts tun um die Situation zu ändern, sie sich nie ändern wird.“

Montag, 17. März 2014

Sonntagsausflug in den Parque Maria Luisa und der Plaza America

Sonntagsausflug in den Parque Maria Luisa und der Plaza America.


 


wir hatten für sevillanische Verhältnisse frühlingshafte Temperaturen.... 
32ºC in der Sonne, im Schatten ist es schon recht kühl.


Der Ball darf natürlich nicht fehlen....
und die Kleine bleibt auch nicht zu kurz, sie will einfach alles machen, was die Brüder machen.


Azahar, Orangelblüten - wo man sonst "normal" Strassenbäume findet, trifft man in Sevilla auf Orangenbäume, die auch alle gleichzeitig blühen und einen betäubenden süsslichen Duft der Luft lassen. 




















Die Sonne brennt schon ganz schön.



















"Antonioooooo, warte auf mich !!!!"





Freitag, 14. März 2014

Heute kann es regnen, stürmen oder....







...schneien, denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein, heute ist dein Geburtstag darum feiern wir, alle deine Freunde freuen sich mit dir, alle deine Freunde freuen sich mit dir….

Vor ein paar Tagen hatte mein Großer Geburtstag, Alexander ist jetzt ganze 7 Jahre alt, schon ein kleiner Mann, doch scheint es mir, als wäre es gestern gewesen, als er in unser Leben trat. Den Tag werde ich nie vergessen, wie kann ich auch, es war das markierendste Erlebnis in meinem Leben, (ja!! Noch markierender als Antonios Geburt), er alleine markierte ein vorher und nachher. Glücklich sein, Freude empfinden, das Leben zu spüren, zu erleben, zu leben, neue unbeschreibliche Sensationen, alles hatte nun eine ganz andere Bedeutung bekommen, alles eine neue Dimension, intensiver, vielleicht hatte ich nun zum ersten Mal empfunden, was glücklich sein bedeutet.

Es ist schon der Wahnsinn, wie so ein kleines Ding dein Leben Umkrempeln kann. Noch hielt ich in den Armen und nun läuft er mir davon....

7 Jahre ist noch klein, aber doch so gross, und nun freue ich mich ihn beim Grosswerden zu begleiten, zu führen und zu helfen sich selbst zu finden, zu entdecken, was er mag, was er nicht mag. Ihm meine Vision der Welt zu zeigen, aber auch gleichzeitig zu lernen, wie er die Welt sieht, wie er sie versteht. 


Den Geburtstag hat er gemeinsam mit 2 andere Mitschülern im Park gefeiert, die Mütter sprechen sich ab und legen die Geburtstage zusammen, so dass mehrere Kinder an einem Tag gemeinsam feiern, da momentan noch die gesamte Klasse eingeladen wird. Dies ist für alle Eltern sehr praktisch, sonst würden wir bis jede Woche zwischen 2 und 3 Geburtstage feieren.
 

Hier habt ihr ein paar Eindrücke von der Geburtstagsfeier.










Montag, 10. März 2014

¡ Happy Blogging Day !

Happy blogging to me, …lalalala

Nun blogge ich schon 1 Jahr, ich hätte es kaum für möglich gehalten, kontinuierlich zu schreiben, es war und ist eine grosse Herausforderung für mich, vor allem bei der wenig Freizeit die mir bleibt, da zuhause immer etwas zu tun ist.

Dennoch muss ich zugeben, dass es mir Spass macht, es hilft mir aus der Routine zu kommen und meine Gedanken zu den jeweiligen Themen zu ordnen. 
Ich muss aber auch zugeben, dass es mir schwer fällt unsere Vision, Erlebnisse und Eindrücke so in Wort und Schrift zu fassen, dass sie auch verständlich sind und so rüber kommen, wie es mir vorstelle. Da auch wenig Kommentare von euch (grins) geschrieben werden, fehlt mir doch die Orientierung wie meine Einträge bei euch ankommen. Mir bleibt dennoch die Hoffnung, dass der eine oder andere Blog-Eintrag wenigstens zur Reflexion hilft.  
In diesem Jahr habe ich über das Netz viele neue interessante Menschen kennen gelernt, u.a. auch persönlich und freue mich weiter machen zu können, so lange die Zeit mir dies erlaubt. Ich möchte euch allen danken, die meine Einträge lesen, sei es regelmäßig, ab und zu oder aus Versehen, gewollt oder ungewollt, sie kritisch betrachten oder sich mit dem Inhalt identifizieren. 

Vielen Dank !!!

Mittwoch, 5. März 2014

Mit Leidenschaft lesen.

Gestern hatten wir wieder ein Erlebnis, dass sehr gut zu meinem früherem Blobeintrag, ”Wenn die Leidenschaft für etwas zum Lernmotor wird” passt. Wobei es dieses Mal um Alexander geht und nicht um Antonio.

Zuvor müsst ihr wissen, dass hier die Schule bereits mit 3 Jahren anfängt, auch wenn nicht obligatorisch. Trotzdem werden die Kinder eingeschult, da wir Eltern uns dadurch die Plätze für die Grundschule sichern. Absolut bescheuertes System, aber nun gut, leider muss man manchmal mit dem System mit schwimmen.
Im letzten Vorschuljahr (5-6 Jahre alt) beginnen die Kinder an Lesen zu lernen, so auch Alexander. Er fing mit großer Lust an und hatte soweit auch sehr gut Lesen gelernt, doch nach den Sommerferien letzten Jahres und mit dem Start in der Grundschule (es ist dieselbe Schule, nur neue Klassenlehrerin), hatte er das Interesse verloren, wollte nicht lesen, war bockig, war launisch, las drei Zeilen eines Absatzes und wollte nicht mehr weiterlesen. Er hatte keine Lust, kein Interesse.

Wir wie auch die Schule haben und üben natürlich keinen Druck aus, doch suchen wir die “Strategien”, um sein Interesse fürs Lesen zu wecken. Einerseits nutzen wir zuhause die Hilfsmittel, wie ich sie in anderen Beiträgen bereits erwähnt habe, andererseits mittels vieler Spiele und dem Lesen von Schildern und Plakaten auf der Straße Doch das Interesse ist sehr gedämpft. Es ist keine Situation, in der wir relativ besorgt sind, er ist ja noch klein und wir wissen ja, was er schon lesen kann, eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit.

Nun gut, zu dem Vorspann. Diese Mentalität, dass es eine Frage der Zeit ist, können wir uns teilweise bei Alexander genehmigen, doch bei Antonio nicht, bei ihm ist es auch eine Frage der Strategie und nicht nur der Zeit, ob er bestimmte Dinge lernt oder nicht. Bitte versteht dies nicht als Ausübung von Druck. Es versteht sich eher als eine aktive Interaktion mit den Kindern.

Wie ihr bereits gelesen habt ist Alexander großer Fan vom FC Sevilla, und seitdem er nun im Stadion wahr, umso mehr. Da er das Vereinslied , so gerne mag habe ich ihm gestern den Text ausgedruckt und in die Hand gedrückt.

Wenn der Fußball und der FC Sevilla, sein momentanes Interesse sind, so muss ich dies ausnutzen. Dafür predige ich dies doch die ganze Zeit, oder?

Als er Seiten in der Hand hielt, schaute er mich mit dem Hundeblick an und sagte, nein Papa, jetzt nicht. Ich erwiderte leise, lies doch nur den ersten Satz.

                                           Er tat es, der Kleine, er wollte mir etwas Gutes tun.

“Cuentan las lenguas antiguas….”  las er,  da schaute er hoch, blickte mich an, sein Blick sagte mir alles, er musste nichts sagen, ich hatte sein Herz getroffen, ich konnte es hören, endlich hatte ich diesen Knopf gefunden, der ihn motivierte zu lesen. Er las weiter, las den ganzen Text , d e n  g a n z en  T e x t , es sind ausgedruckt 3 DIN A4 Seiten. Bisher hatte er noch nicht so viel in einem Stück gelesen, außerdem, wollte er immer NUR in Großbuchstaben lesen, und der Text, ist in Kleinbuchstaben. Was soll ich euch noch mehr sagen?


Findet heraus welches die Leidenschaften eurer Kinder sind, welches sind die aktuellen Interessen, und nutzt sie aus, zum Lernen, zum Spaß haben, zu leben. Es ist nicht einfach, aber nicht unmöglich. In der Schule müssen sie Dinge tun, die sie gar nicht mögen, aber Zuhause haben wir die Freiheit auf unsere Kinder einzugehen, ihnen zuzuhören, sie kennen zu lernen.

Möglicherweise werden wir bereits in frühen Jahren herausfinden, dass sie ganz andere Interessen haben als wir Eltern, doch je früher wir dies erkennen und uns dies bewusst werden lassen, dass sie kleine kompetente Personen sind, umso einfacher kann die Beziehung zu ihnen aufgebaut werden. Mir wird dies mit der Zeit bewusst und die Kinder bekommen wahrhaftig Flügel.





Cuentan las lenguas antiguas
Que un 14 de octubre nació una ilusión
Su madre fue Sevilla y le prestó su nombre
Y para defenderlo le dio a una afición


  Ejemplo de Sevilla mía
Familia roja y blanca del Sánchez Pizjuan
Un corazón que late gritando Sevilla
Llevándolo en volandas por siempre a ganar


Y es por eso que hoy vengo a verte
sevillista seré hasta la muerte
La giralda presume orgullosa
De ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuan



Mi Sevilla Sevilla Sevilla
Aquí estamos contigo Sevilla
Compartiendo la gloria en tu escudo
Orgullo del fútbol de nuestra ciudad




Dicen que nunca se rinde
Y el arte de su fútbol no tiene rival
Hace 100 años lleva mi equipo luchando
Y abanderando el nombre de nuestra ciudad



Ejemplo de Sevilla mía
Familia roja y blanca del Sánchez Pizjuan
Un corazón que late gritando Sevilla
Llevándolo en volandas por siempre a ganar


y es por eso que hoy vengo a verte
sevillista seré hasta la muerte
La giralda presume orgullosa
De ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuan

Mi Sevilla Sevilla Sevilla
Aquí estamos contigo Sevilla
Compartiendo la gloria en tu escudo
Orgullo del fútbol de nuestra ciudad

y es por eso que hoy vengo a verte
sevillista seré hasta la muerte
La giralda presume orgullosa
De ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuan

Mi Sevilla Sevilla Sevilla
Aquí estamos contigo Sevilla
Compartiendo la gloria en tu escudo
Orgullo del fútbol de nuestra ciudad

OoOoOoOoOo…


Text und Song: El Arrebato.