Donnerstag, 18. September 2014

Proyecto Roma. Inteligencia en construcción

Die roten Thunfische - los atunes rojos

los atunes rojosDie roten Thunfische – so heisst dieses Schuljahr Antonios Schulklasse. Antonio kam freudestrahlend nach Hause und erklärte uns nun, dass seine Klasse die roten Thunfische heissen, ich musste mir das Lachen etwas verkneifen, als ich das verdutzte Gesicht von Antonios Mama sah, die mehrmals wiederholte, Ahhh los atunes rojos.muy bienmuy bien.

Daraufhin übergab uns Antonio einen Zettel mit einer kurzen Erklärung der Lehrerin. Die Klasse hatte beschlossen, unter mehreren Vorschlägen sich die roten Thunfische zu nennen. Die roten Thunfische seien vom Aussterben bedroht, und um an die roten Thunfische zu erinnern, wollte die Klasse sich ebenso nennen. Die Lehrerin bat in dem Schreiben, wir sollten bitte gemeinsam mit unseren Kindern nun über die roten Thunfische forschen und Fotos, selbstgemalte Bilder und/ oder Infos in den nächsten Wochen zum Thema beitragen. Wir haben natürlich nicht lange gewartet und gleich am Nachmittag damit angefangen.

                                                        Was wissen wir?  Was wollen wir wissen?
(Auch wenn dies eine Schulaufgabe ist, gehen wir an die Aufgabe so wie wir es im Rahmen des Proyecto Roma lernen.) Dabei gehen wir immer von den oben genannten beiden Ausgangsfragen aus. Nun versucht euch bitte bildlich vorzustellen, wie wir gemeinsam am Tisch sitzen und JEDER von uns sagt, was er zum Thema weiss, bzw. gerne wissen oder lernen möchte. Wie gehabt wir sprechen miteinander und nutzen unsere ERINNERUNG, um uns an dem Thema zu beteiligen. Im nächsten Schritt besprechen wir welche Mittel wir nutzen können, um Informationen zum Thema zu sammeln.

Dies mag nun sehr statisch und methodisch klingen, doch dies sind je nach Projekt 2, 5 oder 10 Minuten (mehr geht aufgrund des Alters der Kinder noch nicht), ausserdem ist die Teilnahme sehr lebendig und mit der Zeit gewöhnen sich die Kinder auch daran. Am Schwierigsten ist es für uns Eltern, Geduld zu haben und Zeit zu geben, damit die Kinder ihre Gedanken ordnen und antworten können.

Diese Ausgangssituation ist die sog. DENKPHASE – hier nutzen wir hauptsächlich unsere ERINNERUNGEN, um am Gespräch teil zu nehmen und die anstehenden AKTIONEN zu planen.

Ist uns nun klar was wir wissen und nun wissen wollen und welche Mittel wir nutzten, Der nächste Schritt wäre nun die Aktion zu starten.

Was wissen wir? – Der Thunfisch ist ein Fisch, kann schwimmen, lebt im Meer

Was wollen wir wissen? Was ist rot am Thunfisch? Wie gross ist der Fisch?

Welches Mittel nutzen wir ? In diesem Fall: Internet - Google.

AKTION

Antonio sucht im Internet, nach Atun rojo – roter Thunfisch.




Dabei haben nun eine Menge herausgefunden.

Der Thunfisch wird von 2 bis 4 m lang. Wer nicht weiss wie viel 2 Meter sind. Antonio zeigt es uns auf diesem Foto.


Die roten Thunfische sind vom Aussterben bedroht.
Die roten Thunfische schwimmen schneller als ein Porsche, wenn sie angegriffen werden.
Die roten Thunfische schwimmen von Spanien nach Mexiko. Antonio zeigt uns den Weg im Globus.Der Name roter Thunfisch kommt vom roten Fleisch.




So dies haben wir alles gemeinsam gelernt und noch viele Kleinigkeiten nebenbei...

Die Fotos und die info hat Antonio mit in die Schule genommen.

Ihr müsst wissen, dass jedes Schuljahr, jede Klasse sich einen neuen Namen für die Schulklasse aussuchen. Antonio geht dieses Jahr in die erste, sein Bruder Alexander in die zweite Klasse. Das Schulsystem hier etwas anders als in Deutschland. Die meisten Schulen bieten eine Vorschule (Infantil 1,2,3 ) an, dies bedeutet eine Einschulung mit 3 Jahren, obwohl die Vorschule nicht Pflicht ist, werden die meisten Kinder bereits mit 3 Jahren eingeschult, dies wird meistens gemacht, um sich einen Platz für die Grundschule zu sichern.


Donnerstag, 11. September 2014

Schau mal, so geht das!

Angela, mira así se hace! (Angela, schau mal, so geht das!), hörten wir, wie Antonio seiner kleinen Schwester irgendetwas versuchte zu erklären. Dies war auch nichts Neues, denn den ganzen Sommer lang gab es mehrere Situationen in denen Antonio (6 Jahre) der kleinen Schwester (15 Monate) etwas erklärte.

Maria und ich befanden uns im Wohnzimmer, Antonio mit Angela waren in der ersten Etage, so wussten wir auch nicht worum es ging, wir horchten und schmunzelten uns nur an.

Doch als Antonios Stimme etwas deutlicher und lauter wurde, wurden wir schnell hellhörig, sofort schoss uns der Gedanke durch den Kopf, dass Antonio Angela and der Hand die Treppe hinunterführe. Schreck !!!
Nicht eine Millisekunde hat es gedauert, da lief ich die Treppe hinauf. Als ich oben ankam, traute ich meinen Augen nicht.
 
Antonio saß auf der Treppenstufe und rutsche Stufe von Stufe im Stzen hinunter, und zeigte der Schwester so, wie sie die Treppe im Sitzen hinunter rutschen kann.
Wir haben uns so gefreut und ihn dafür riesig gelobt. Er blickte uns freudestrahlend an zuckte die Scultern nach oben und sagte nur: Angela se cae, mama!! Mama, Angela fällt sonst!

 

Freitag, 5. September 2014

Das haben wir in den Sommerferien gemacht !

Vor ca. 14 Tagen habe ich einen Blogeintrag über die Wichtigkeit die Erinnerung bei unseren Kindern zu üben, geschrieben.


Heute haben die beiden Grossen ihr eigenes Sommer – Erinnerungsalbum angefangen zu basteln. Von nicht übertrieben mehr als 1000 Fotos, habe ich ca. 300 ausgewählt und ausgedruckt. 9 Fotos pro Seite, dies spart etwas und macht das Foto klein und handlich. Mag sein, dass es zu viele sind, doch die Idee war es beide alleine zu lassen und sie entscheiden zu lassen, wie sie die einzelnen Seiten gestalten wollen, wobei das Basteln an sich, Nebensache ist.


Idee ist die Erinnerung anzuregen, einzelne Fotosequenzen zeitlich zu ordnen, die Bilder zu beschreiben, bzw. zu sagen, was sie davor oder danach gemacht haben ( ohne Bildhilfe ), sich Bildüberschriften auszudenken und aufzuschreiben, aber vor allem die Erinnerungen mit Emotionen zu verbinden, Die Bastelidee ist wieder eine “Ausrede” ein Mittel, um in einer natürlichen Situation die Sprache anzuregen und in Familie zusammen zu sein.